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16.07.2016

IfAÖ ist Partner im EU - Projekt NonHazCity

Interreg-Projekt soll Schadstoffemissionen aus urbanen Räumen in die Ostsee verringern

Das Institut für Angewandte Ökosystemforschung GmbH (IfAÖ) ist Partner im EU-Projekt NonHazCity (Non Hazard City). Die Laufzeit beträgt insgesamt 3 Jahre (2016-2018) und wird mit insgesamt 3 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert. Im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit für den Ostseeraum dient NonHazCity der Verbesserung des Zustands der Ostsee durch effizientes Wassermanagement und reduzierten Nähr-und Schadstoffeintrag. Lead-Partner des Projekts ist die schwedische Hauptstadt Stockholm.

Chemikalien in Produkten sind Gefahr für Abwassersysteme

NonHazCity möchte die Möglichkeiten für Städte/Kommunen und Kläranlagen aufzeigen, die Emission von prioritären Schadstoffen durch z.B. Kleingewerbe und Haushalte in das kommunale Abwassersystem und letztendlich in den Vorfluter zu reduzieren. Relevante Substanzen sollen identifiziert und priorisiert werden. Ihre Quellen sollen erkannt und Kommunen bei der Erstellung von Quellenverzeichnissen für Schadstoffe und eines „Chemical Action Plans“ unterstützt werden. Es sind verschiedene Informationskampagnen und Workshops geplant. Beispielsweise sollen private Haushalte über schädliche Chemikalien in Produkten des täglichen Bedarfs informiert und dann Möglichkeiten aufgezeigt werden, diese zu ersetzen.

IfAÖ beteiligt sich mit Analysen der Schadstoffbelastung

Das IfAÖ ist mit seinem Fachbereich Umwelttoxikologie Partner an NonHazCity. Ein Schwerpunkt der Arbeiten ist die vergleichende Analyse der Schadstoffbelastung im kommunalen Abwasser der beteiligten Städte im Ostseeraum. Die Bewertung der Befunde erfolgt vor dem Hintergrund der Umsetzung von EU-Wasserrichtlinien (Wasserrahmenrichtlinie, Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie) sowie unter ökotoxikologischen Gesichtspunkten. Dr. Jens Gercken ist von dem Potential des Interegg-Projekts überzeugt: „Wir werden erstmals erfahren, wie die wirkliche Schadstoffbelastung in unseren kommunalen Abwässern aussieht. Die Ergebnisse können auch für die Reduzierung der Schadstofffracht in Abwassersystemen deutscher Städten und Kommunen wichtig werden.“

Gesamter baltischer Ostseeraum an NonHazCity beteiligt

Neben der federführenden Stadt Stockholm sind Kommunen aus allen baltischen Ländern, die Stadt, Universität und das Klärwerk Danzig sowie die schwedische Landwirtschaftliche Universität an NonHazCity beteiligt. Hinzu kommt das Baltic Environment Forum (BEF) mit den Niederlassungen in den baltischen Ländern und in Hamburg.