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18.12.2015

IfAÖ unterstützt StALU bei der Sanierung des Kleinen Jasmunder Boddens

Machbarkeitsstudie zeigt Möglichkeiten auf, den ökologischen Zustand zu verbessern

Im Auftrag des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU VP) hat das zur GICON-Firmengruppe gehörende Institut für Angewandte Ökosystemforschung (IfAÖ) eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Kleinen Jasmunder Bodden erarbeitet und im Dezember 2015 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Die Studie wurde in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe erstellt. Ziel ist es, den ökologischen Zustand des Boddens zu verbessern und seine zunehmende Verlandung aufzuhalten.

Bodden in schlechtem ökologischem Zustand

Der schlechte ökologische Zustand des Boddens resultiert aus der hohen Nährstoffbelastung durch Festlandsabflüsse und durch die zentrale Kläranlage der Stadt Bergen. Problematisch ist zudem der verhinderte natürliche Wasseraustausch mit den vorgelagerten Gewässern, der seit dem Bau des Lietzower Damms 1869 nur über eine schmale Verbindung bei Lietzow erfolgt.

Maßnahmen zur Verbesserung des Wasseraustauschs und Reduzierung der Nährstoffbelastung

Zur Verbesserung des Wasseraustauschs soll der Lietzower Damm mit weiteren Öffnungen versehen oder durch eine Brücke ersetzt und dadurch vollständig geöffnet werden. Diese Variante wäre am effektivsten aber gleichzeitig am kostenintensivsten. Alternativ können die vorhandenen Durchlässe mit entsprechender Steuerung genutzt werden. Als weitere Maßnahme sieht die Studie vor, den Damm zwischen der Halbinsel Pulitz und Stedar partiell oder vollständig zu öffnen. Durch den folgenden Sedimenttransport würden die Faulgasemissionen deutlich verringert und Ansiedlungsbedingungen für Makrophyten und Makrofauna geschaffen werden. Die Nährstoffbelastung soll zudem durch die großflächige Entnahme von Sedimenten bzw. durch Nährstoffretentionsflächen gesenkt werden.

StALU befindet über die Umsetzung der Vorschläge

Die Machbarkeitsstudie basiert auf umfassenden Modellen und Berechnungen. Alle geprüften Varianten wurden auf ihre technische und monetäre Machbarkeit sowie den ökologischen Nutzen hin bewertet. Das StALU befindet nun über die Umsetzung der Vorschläge.

Blick auf den Kleinen Jasmunder Bodden und die Halbinsel Pulitz

Blick auf den Kleinen Jasmunder Bodden und die Halbinsel Pulitz

Das Auslaufwehr am Lietzower Damm lässt nur einen geringen Wasseraustausch mit den vorgelagerten Gewässern zu (Fotos: Gosselck)

Das Auslaufwehr am Lietzower Damm lässt nur einen geringen Wasseraustausch mit den vorgelagerten Gewässern zu (Fotos: Gosselck)