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01.06.2021

IfAÖ untersucht Fischfauna Schleswig-Holsteins

Institut kann mit hauseigner Technik überzeugen und übernimmt umfassende Beprobung im Rahmen des Projektes FishNet

Im Rahmen des Projektes „FishNet – Entwicklung eines Küstenfischmonitorings auf Basis der Anforderungen nach MSRL und HELCOM“ für das Bundesland Schleswig-Holstein, hat die Institut für Angewandte Ökosystemforschung GmbH (IfAÖ) zusammen mit der WSP Deutschland AG die umfangreiche Beprobung der Fischfauna übernommen. Dabei werden im Jahr 2021 an sieben Untersuchungsgebieten monatliche Untersuchungen mit unterschiedlichen Fangtechniken durchgeführt. Dabei kann das zur der GICON®-Gruppe gehörende IfAÖ seine Stärken in der fachlichen Expertise der Feldbeprobung und der technischen Ausstattung ausspielen. Neben der Ermittlung geeigneter Stationen und Fanggeräte mit der besten bzw. effizientesten Fängigkeit, sollen
in diesem Zuge auch mehrere neue Fangmethoden entwickelt werden.

Beprobung und Analytik sollen Aufschluss über Fischzustand geben

Folgende Fragen möchte das Projekt FishNet beantworten:

  • Wie sieht die zeitliche und räumliche Verteilung von demersalen Fischen (Grundfische) im Küstenmeer der Ostsee von Schleswig-Holstein aus?
  • Welche generellen zeitlichen Trends und räumliche Muster lassen sich erkennen?

In der Vorbereitung des Beprobungskonzeptes hat das Team um IfAÖ-Projektleiter Marcel Hartmann die besten Standorte für ein Beprobungsnetz im Rahmen des Projektes ermittelt. „Wir sind im Vorfeld mit Unterwasserkameras zu verschieden Gebieten entlang der Küste Schleswig-Holsteins gefahren und haben verifiziert, ob sich die Standorte für die Studie eignen“. Für das erste Beprobungsintervall sollen besonders die Habitate Seegraswiesen, Steinriffe, Sandbänke, Miesmuschelbänke und Blasentangfelder in Augenschein genommen werden, „denn aus den Ergebnissen“, so der erfahrene Biologe Hartmann, „welche wir 2021 ermitteln, soll für 2022 eine Auswahl geeigneter fester Beprobungsstationen getroffen werden.“

IfAÖ besticht durch große technische Vielfalt

Das IfAÖ hat sich seit der Gründung 1993 auf die Untersuchung von marinen Organismen spezialisiert und dabei eine beispiellose Technik für den Feldeinsatz aufgebaut, von der auch das aktuelle Projekt „FishNet“ profitiert. „Wir können umfangreiche Methoden für den Fang in unterschiedlichen Habitaten anbieten. Wir führen aktive und passive Fangmethoden, wie Schleppnetze sowie verschiedenste Stellnetz- und Reusentypen in unserem Katalog“, erläutert Hartmann. Weiterhin setzt das Institut ein eigenes Mehrzweckarbeitsboot ein, um alle Standorte erreichen zu können. „Durch die hohe Mobilität mit einem slipbaren und schnellen Arbeitsboot sind wir überhaupt in der Lage, Distanzen wie sie in diesem Projekt gegeben sind, in so kurzer Zeit zu bewältigen und können somit zu einer kosteneffizienten Untersuchung beitragen“ so Hartmann weiter. Darüber hinaus verfügt das IfAÖ über fachlich hochqualifizierte Biologen, welche die fachgerechte Analytik der gewonnenen Proben größtenteils direkt vor Ort vornehmen können.

Aktuelle Aufschlüsse über Habitatzusammensetzung erhalten

Ein weiteres Aufgabenziel für das IfAÖ ist es, im Projekt auch die möglichen, anzuwendenden Fangmethoden weiter zu entwickeln. „Fangmethoden sollten sich, wenn irgend möglich, auch stets nach dem Wohl der zu untersuchenden Organismen richten, hier also den Fischen“, so Hartmann, „darum ist es uns wichtig, dass wir im Zuge der aktuellen Projektlaufzeit neben den bekannten auch neue Fangmethoden entwickeln, um in Zukunft möglicherweise ein noch effizienteres und schonenderes Monitoring vornehmen zu können.“

Hintergrund zum Projekt FishNet:

Unter Federführung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein sowie des Johann Heinrich von Thünen-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei ist das Projekt ein Teil zur Umsetzung der Meeresstrategie- Rahmenrichtlinie (MSRL) im Bundesland Schleswig-Holstein. Dabei sollen Fragen zum Zustand der Ökologie von marinen Fischen in den Küstengewässern wissenschaftlich fundiert und fristgerecht beantwortet werden. Diese Lücken sollen unter Einbeziehung von Zeitreihen- und Monitoringdaten zu demersalen Fischen im Küstenmeer
sowie Daten zum Fischereiaufwand des Thünen-Institutes geschlossen werden. (Quelle: Thünen-Institut)

IfAÖ-Projekteiter Dipl.-Biol. Marcel Hartmann bei der Dokumentation der Untersuchungsgebiete.

Die Untersuchungsgebiete entlang der Küste von Schleswig-Holstein.

Das IfAÖ ist in der Lage umfangreiches Fischmonitoring aufgrund der hauseigenen technischen Möglichkeiten umsetzen.