Umwelttoxikologie / Effektmonitoring

Das Biologische Effektmonitoring befasst sich mit der Erfassung von schadstoffbedingten Veränderungen bei Individuen und Populationen. Der methodische Ansatz basiert auf dem Einsatz einer Testpalette von Biomarkern, die Effekte von Stressfaktoren auf unterschiedlichen Ebenen der biologischen Organisation nachweisen. Die Untersuchungen erfolgen an Indikatororganismen (Bioindikatoren), die aufgrund ihrer Standorttreue und Fähigkeit zur Bioakkumulation häufig auch für das chemische Schadstoffmonitoring ausgewählt werden.
Der Fachbereich Umwelttoxikologie verfügt über eine umfangreiche Erfahrung bei der Durchführung biologischer Effektuntersuchungen in Küsten- und Binnengewässern. So wurden beispielsweise im Verlauf mehrerer Jahre (1998 – 2004) Pilotstudien für ein Effektmonitoring in den Küstengewässern von Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Feldstudien an Fischen und Wirbellosen in Fließgewässern dienten der Erfassung potenziell schädlicher Wirkungen von Klärwerksabwässern. Im Rahmen von internationalen Verbundprojekten ist das Institut für Angewandte Ökosystemforschung an der Durchführung und Fortentwicklung von biologischen Effektuntersuchungen im Ostseeraum beteiligt (BONUS-Projekte BEAST und BALCOFISH).