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Ornithologie

Die biologische Diversität und Ökologie von Vögeln untersucht der IfAÖ-Fachbereich Ornithologie mit Sitz in Hamburg und Rostock. Vor dem Hintergrund anthropogener Umweltänderungen auf See und an Land ermittelt das Institut Anzahl, Vorkommen und Verbreitung von Vögeln und setzt dabei moderne standardisierte Beobachtungsmethoden ein.

Ein Schwerpunkt bildet die Erfassung des Vogelzugs über der Nord- und Ostsee zur Einschätzung des Vogelschlagrisikos an Offshore-Windenergieanlagen. Da ein Großteil der Vögel in der Nacht zieht, kommen dabei speziell im Fachbereich entwickelte RADAR- und IR-Kamerasysteme wie BirdScan und VARS zum Einsatz.

Vogelerfassungen sowie Vogelschlag-Monitoring

  • Rastvogelzählungen und Zugvogelerfassung im marinen Bereich nach StUK4 (BSH 2013)
  • Revierkartierungen, Linientaxierungen, Rasterkartierungen im terrestrischen Bereich
  • standardisiertes Vogelschlag-Monitoring
  • Entwicklung und Pflege von Datenbanken, GIS-gestützte Analysen, Kartographie
  • Interpretation von Monitoringergebnissen
  • Erstellung von Fachgutachten
  • Bestandsbewertungen und Auswirkungprognosen im Rahmen von Umweltverträglichkeitsstudien


Entwicklung und Anwendung innovativer Fernerkundungstechniken zur Quantifizierung von Zugvögeln im Umfeld von Windenergieanlagen

  • Kollisionsrisikobewertung mithilfe des Kamerasystems VARS
  • Bestimmung von Zugraten mit dem Vogelradar BirdScan
  • Anfertigung von wissenschaftlichen Berichten


Entwicklung und Anwendung luftbildgestützter Methoden zur Erfassung von Seevögeln: Digital Aerial Imagery System by IfAÖ (DAISI)

  • Flugplanung, Bildakquisition
  • Bildauswertung, Datenarchivierung
  • Taxonomie
  • Interpretation der Ergebnisse


Forschung

Unabhängige, wissenschaftlich fundierte Informationen können einen entscheidenden Beitrag zur Akzeptanz erneuerbarer Energien in einer sich rasch ändernden Welt leisten. Die Forschung des IfAÖ widmet sich dem methodischen und wissenschaftlichen Fortschritt bei der Erforschung der Auswirkungen erneuerbarer Energietechnologien auf die Meeresumwelt.

Im ornithologischen Bereich konzentriert sich die Abteilung derzeit auf die Entwicklung und Umsetzung innovativer Fernerkundungstechniken zur automatischen Erfassung und Quantifizierung von Zug- und Rastvögeln im Umfeld von Offshore-Windenergieanlagen. Von den Offshore-Forschungsplattformen FINO 1 und FINO 2 (CRANE) aus wurden und werden stationäre Langzeiterfassungen mithilfe des speziell entwickelten Vogel-Radars sowie dem Kamerasystem VARS durchgeführt, deren Daten effektiv genutzt werden können, um Entscheidungsträger und Investoren über die Umweltauswirkungen von Großprojekten im Energiesektor zu informieren. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung von Planungs- und Genehmigungsabläufen.

Gemeinsam mit der Universität Rostock entwickeln wir außerdem eine Standardmethode zur Quantifizierung von Seevögeln auf der Grundlage hoch aufgelöster digitaler Luftbilder.

Im Verbundprojekt PROGRESS wurde die Grundlage für ein universelles Verfahren zur Bewertung von Kollisionsrisiken für Greifvögel und anderen terrestrischen Vogelarten durch Onshore-Windkraftanlagen geschaffen. Die Methode wird aktuell in der Planungspraxis eingesetzt.

Im Projekt CRANE wird von der Forschungsplattform FINO 2 aus das Verhalten von Zugvögeln an einem bestehenden Offshore-Windpark in der südwestlichen Ostsee untersucht. Dabei kommen verschiedene automatische Erfassungsmethoden zum Einsatz.